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11.01.2025 Schwere Geburt

Nach dem M-Chassis-Meeting im November, wo ich mit dem Atomic in der Klasse 4WD gestartet bin, wollte ich unbedingt im Dezember beim MSC-Pokal mit dem Tamiya M-08 in der Klasse M-Chassis 2WD antreten, aber wie das halt nun mal so in der Vorweihnachtszeit ist, wurde daraus nichts. Dann halt nächster Anlauf im Januar, neues Jahr, neues Glück.

In der aktuellen Wintersaison war ich zwei Mal trainieren, habe aber an drei Rennen teilgenommen (Platz 6 von 7, Platz 6 von 7 sowie Platz 7 von 7), wobei ich nicht Mittelfeld war. Verdientermaßen, wenn die anderen öfter üben, ihre Fahrzeuge besser pflegen und überhaupt mehr fahrerisches Talent haben.

Heute bin ich kurz nach Öffnung um neun Uhr im Fahrerlager, wo es sich bereits alle gemütlich gemacht haben, wann waren die da, um ihre Schrauberplätze derart zu präparieren? Ich bin froh, wenn ich einen Akku laden kann und eventuell vor der Fahrerbesprechung eine Testrunde drehen kann. Noch vor dieser Testrunde werde ich darauf aufmerksam gemacht, dass ich mit der Carson Cup Machine den falschen Bürstenmotor eingebaut habe. Mobbing, ich kann wieder gehen.

Mein TeuRer Freund animiert mich, den vorgeschriebenen Tamiya Torque Tuned Bürstenmotor einzubauen, tatsächlich habe ich ein Exemplar, welches ich für das erste M-Chassis-Meeting im Dezember 2023 erwerben musste, dabei und baue es in meinen M-08 ein, nachdem ich eine Proberunde mit der Cup Machine gefahren bin.

Nach der Fahrerbesprechung geht es los mit den fünfminütigen Qualiläufen, die zur Ermittlung des besten Dreier-Runden-Blocks dienen, wonach bei manchen Klassen die Finalgruppen und bei allen Gruppen die Startreihenfolge für das erste Finale festgelegt wird. Bei Nennung war ich Zweiter, gestern Abend waren es fünf Interessenten in der Klasse M-Chassis-2WD und heute sind mit mir sechs Recken am Start, viel Feind, viel Ehr.

Wenn ich so überlege, sind heute wohl keine frontangetriebenen Tamiya M-05 oder M-07 dabei, sondern ausschließlich heckangetriebene M-06 und M-08. Im Qualilauf werde ich Dritter, ist mein Motor gar nicht eingelaufen? Andererseits ist es Sport, niemand kann ohne zu üben zum Rennen gehen und erwarten, dort Erster zu werden, das wollen schließlich alle, und denen, die mehr üben, steht das natürlich mehr zu. Andererseits war mein M-08 bereits im April sowie Mai 2023 siegreich, weshalb ich mir für heute zurecht einiges ausrechne.

Na gut, dann halt im ersten Finale sehen, ob ich mich von Startplatz 3 aus dem Infield vorarbeiten kann. Es gelingt tatsächlich alsbald nach dem Start, ärgerlicherweise sind der Mitanwärter auf einen Podestplatz Markus und ich mit hoher Geschwindigkeit auf der Geraden nah nebeneinander unterwegs, zu nah, beide reißt es, mein M-08 fährt danach weiter, der von Markus nicht. Fast and Furious im Minidrom. Das erste Finale bietet ein weiteres Schmankerl, mein M-08 rast und rast, überrundet und überrundet, anscheinend ist der Motor nun gut eingelaufen, aber der Transponder sendet kein Signal an die Schleife, so habe ich laut Zeitnahme keine Runde geschafft, in Wahrheit aber zwei Runden mehr als der Zweitplatzierte.

Muss ich halt in der Mittagspause mit Frikadellenbrötchen den Transponder besser im Empänger fixieren, um dann im zweiten Finale vom letzten Startplatz aus mich dahin vorarbeiten, wo mein M-08 und ich heute sportlich hingehören. Es gelingt soweit ganz gut, abgesehen davon, dass ich beim überholen von Markus, wo auch noch andere Fahrzeuge in der selben Kurve Liebe machen, anscheinend wie die Axt im Walde voranschreite. Immerhin zählt mein Transponder und so hört man des öfteren vom Zeitnehmer, wer der aktuell führende ist und dass man beim überrunden des M-06 VW-Käfers diesen bitte nicht über den Haufen fahren soll.

Das ist doch ganz nett, Platz eins mit einer Runde mehr als der wackerste Verfolger Markus, aber nett reicht nicht, es muss noch das dritte achtminütige Finale gefahren werden, schließlich darf man sich ein Streichergebnis erlauben und das war ja wohl mein erstes Finale. Ich bin frohgemut, starte ich doch von Startplatz eins, mit einem schnellen Fahrzeug, welches mir heute außerordentlich liegt.

Was ich mir so in der Therorie überlege, wird auch so im dritten Finale in die Praxis umgesetzt, nichts kann mich auf meinem Siegeszug aufhalten. Doch was ist das, in der letzten halben Minute vor Ablauf der Zeit? Ein Karoklemmer, und der will sich ums verrecken erst lösen, als der Verfolger Markus an mir vorbei ist. So wird das dritte Finale kein Start-Ziel-Sieg, sondern Platz zwei rundengleich eine Sekunde hinter Markus. Und weil ich im zweiten Finale eine Runde mehr hatte, soll der Tagessieg trotz verschiedener Widrigkeiten mein sein.

Markus ist ein ebenso guter Fahrer und gewinnt in der Porsche-Klasse, mein TeuRer Freund siegt mit seinem exotischen Auto (siehe Dämpferposition) RC Maker SP1-F in der Klasse FWD. Nun bin ich gespannt auf die kommenden MSC-Pokal-Läufe, werde ich Zeit haben, Markus Revanche anzubieten, werden wir von RCRT-Clubkamerad Thomas oder von Ingo oder von Ralf gefordert?

Wie dem auch sei, es ist immer schön im Minidrom des MSC Essen, Dank an die Zeitnehmer und Küchenfeen, bis bald, egal, ob im Rahmen des MSC-Pokals oder einer anderen Rennserie. (M-Chassis-Meeting?)

Fahrerbesprechung mit Jörg

Patrick, Dirk Knippers, Florian, Jan, Markus, Meener.

TT: Michael, Marc F., Gabor, Marc P.

GT: Matthias, Bastian

Clubsport: Sebastian, Jörg, Matthias, Andres

Porsche: Mirko, Markus, Denis
Neo

FWD: Andres, Jörg, Sebastian