Vergangenen Samstag mit dem letzten Lauf des MSC-Pokals 2025/2026 sowie der anschließenden Siegerehrung ist für mich vorerst Schluss mit dem herbst-/winterlichen Zeitvertreib Onroad. Von nun an soll die Teilnahme von meinem TeuRen Freund und mir an der Deutschen Truggy-Meisterschaft im August in Hürtgenwald Höhepunkt der Sommersaison sein, wofür wir uns unter anderem beim nächsten SK-Lauf im Juli in Duisburg qualifizieren müssen.
Ehrlich gesagt sehe ich für die Teilnahme in Hürtgenwald keine nennenswerte Hürde durch das Qualifikationsreglement, denn aktuell liegen wir auf den Plätzen 19 und 12 der nationalen Rangliste, wobei die besten 30 eben dieser Liste für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert sind. Selbstverständlich werden wir in Duisburg weitere Qualifikationspunkte sammeln, aber wir wollen in Duisburg ordentlich abschneiden und dafür wollen wir trainieren, was dann wiederum für die DM in Hürtgenwald nicht schadet.
Deshalb verabreden wir uns letzte Woche im Minidrom für heute am Südring, die Temperaturen eignen sich allerdings eher für einen Ausflug zum Badesee, nun denn, verabredet ist verabredet. Sehr positiv ist, dass Jörg heute ausschließlich seinen Team Associated T7 dabei hat und all seinen Tamiya-Offroad-Krempel daheim lässt, denn wir wollen üben, üben üben, was wir auch ausgiebig tun.
Auch ohne Jörgs zahlreichen Tamiya-Offroad-Krempel ist genug japanisches Plastik nicht nur im Fahrerlager oder in einer Vitrine, wo es hingehört, sondern sogar auf dem Südring, der Rennstrecke des RCRT Duisburg. Aktuell ist da gerade ein ziemlicher Hype, der Lauf des Tamico Offroad Cup am 5./6. September in Duisburg wirft seine Schatten voraus. Daher der Titel: Invasion.
Wie ich ferngesteuerte Modellrennautos im Allgemeinen dufte finde, könnte ich mich sogar mit dem ein oder anderen Modell aus der Tamiya-Offroad-Palette anfreunden, aber deren Fahrbild überzeugt mich heute gar nicht, ich möchte niemandem Unrecht tun, aber ich denke, ich sehe heute nicht einmal ein Pärchen dieser Fahrzeuggattung zwei Runden am Stück bei einander fahren, was nicht an deren identischer Motorisierung liegt.
Stets liegt es daran, dass ein Fahrzeug auf dem Dach liegt, sind Tamiya-Offroad-Fahrzeuge und der Südring dermaßen unkompatibel? Mit den üblichen aus NORC und DMC bekannten Klassen 1/10 Offroad Elektro gelingt das einwandfrei, mehr als zwei Runden am Stück zu fahren, ohne auf dem Dach liegen zu bleiben. Nun denn, hoffentlich haben alle RCRT-Mitglieder als auch Gäste mit diesen Fahrzeugen Freude und kommen zahlreich zum Rennen im September, für das ich mich bereits als Zeitnehmer zur Verfügung gestellt habe und für welches bereits 29 (!) Nennungen vorliegen, ich denke, aus der Nummer komme ich nicht mehr raus?
3x Tamiya BBX, wenn sie stehen sehr hübsch.
Sieht man dem Selfie-Fotografen die Erschöpfung durch die schwer zu ertragende Temperatur an?
Coole Felgen am BBX, Tobi! Siehe Bericht über den DT-04 Umbau ganz am Ende.
Die Möchtegern-DM-Teilnehmer, 2 x T7
Tamiya Fighter Nxgen DT-04
Im Januar 2025 stellte Tamiya auf der Nürnberger Spielwarenmesse den Fighter Nxgen DT-04 vor, von der Optik ähnlich dem im Januar 2023 auf der Nürnberger Spielwarenmesse vorgestellten BBX, jedoch nicht so detailverliebt und dafür preiswerter, mit einer das kindliche Gemüt ansprechenden Fahrerfigur und wie der BBX eigentlich nicht geeignet für die von den üblichen NORC- sowie SK-Läufen bekannten Rennstrecken, sondern mehr so für die Vitrine.

Wäre da nicht der Tamico Offroad Cup, auf den sich Vereinskamerad Thomas vergangenes Jahr eingeschossen hat, weil er seinerzeit bei den Eifel Elos in Hellenthal glücklich an einem solchen Lauf teilgenommen hat und sich seitdem wünscht, eine derartige Veranstaltung auch nach Duisburg zu holen. In der Zwischenzeit fanden an verschiedenen Orten Läufe des Tamico Offroad Cups teil, beliebteste Klasse ist wohl die Klasse Fighter, in welcher sich RCRT-Vereinskamerad André in Dortmund vor zwei Wochen mit einem DT-04 gegen 24 Konkurrenten durchsetzte, ein Grund, sich dieses Vehikel genauer anzuschauen, zumal RCRT-Ehrenmitglied Werner ganz ohne Ambitionen auf eine Teilnahme am Tamico Offroad Cup Anfang September 2026 in Duisburg solch einen Bausatz besorgte.
Die lustige Fahrerfigur ist gewiss ein Markenzeichen des Fighter Nxgen, wenngleich die auch inzwischen Markenzeichen vieler anderer Tamiya-Modelle ist, und man die Comical Fahrerfigur #54864 auch einzeln erwerben kann, zum Beispiel um sie in einen Crawler zu setzen.
Allerdings ist die Karosserie des Fighter Nxgen selbst ohne eingesetzte Fahrerfigur recht schwer, weshalb Experten, welche ausschließlich auf Performance setzen, was bei dem schwachen Motor auch mehr als angebracht ist, auf eine leichtere Karosserie setzen, nämlich die vom DT-02 Sand Viper, siehe grünes Fahrzeug links (Torsten) und blaugraues rechts (Jörg).

Schade, dass wir wohl kein Japanisch können, denn zu dem DT-04 gibt es keinen Bericht in englisch wie üblich bei Tamiyablog, sondern lediglich ein interessantes Video, wie gesagt auf japanisch. Der bei Tamiya Blog gezeigte Clip ist wohl von Paisen RC, der Redakteur heißt Maezumi Satoshi und nennt seinen Fighter Nxgen intelligenterweise DT-04MS. Nun denn, nennen wir das oben gezeigte grüne Auto halt DT-04TK und das blaugraue DT-04JH.

Rhetorische Frage: Wieso erinnern mich der Tamiya BBX sowie der DT-04 an mein erstes RC Car aus den achtziger Jahren, den Graupner Kyoshio Scorpion?