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24.11.2024 M-Chassis Meeting

Seit mir der Termin für das M-Chassis-Meeting Herbst 2024 bekannt ist, hadere ich mit der Teilnahme, da in meinem Tamiya M-08 der Cube2-Regler eingebaut ist samt passgenau mit kurzen Kabeln angelöteter Carson Cup Machine und von Null auf Hundert einsatzbereit für den MSC-Pokal kurz vor Weihnachten. Hab' keine Lust, die Combo zugunsten eines Hobbywing Quicrun 1060WP Reglers auszubauen und den X-ten Tamiya Torque-Tuned-Bürstenmotor käuflich zu erwerben.

Die erstmalig umgesetzte Idee der out-of-the-box-Klasse ist witzig, dennoch habe ich keine Lust, mir einen Bausatz zu kaufen um ein Auto mit mittelprächtigen Fahreigenschaften zu besitzen. Ich nehme mal vorweg, die drei Kollegen, die sich auf dieses Vergnügen eingelassen haben, werden von Rennleiter Jörg dadurch entschädigt, dass er bei der Siegerehrung verspricht, beim nächsten M-Chassis Meeting würde die Klasse auf jeden Fall wieder angeboten werden.

Als es mir vor zwei Wochen gelingt, den seit dem 21.02.2016 nicht mehr bewegten Atomic VM-II Lipo herzurichten, entscheide ich mich, für die Klasse 4WD zu nennen, somit kann ich Teilnehmen und umgehe den Motorenrummel Sonntag früh.

Während der Fahrerbesprechung (für mich heute erstmalig im Fahrerlager) erfahren wir, wie der Tag ablaufen wird. Die 2WD Teilnehmer bekommen ihren vorab bezahlten Motor und bauen den ein. Manch einer schafft es, damit eine Proberunde zu drehen. Dann fahren wir Hot Lap, also eine runde auf Zeit. Dann einen fünfminütigen Qualilauf zur Ermittlung des besten Dreierrundenblocks, dann fünf achtminütige Finale, wovon drei gewertet werden.

Während der Fahrerbesprechung erfahren wir, wie der Tag ablaufen wird. Naja, der Rennleiter sagt nicht laut vorher an, wer in der Klasse 4WD die rote Laterne bekommt. Um es kurz zu machen: Ich habe die langsamste Hot Lap. Mein bester Dreierrundenblock ist nicht konkurrenzfähig mit denen der anderen sechs 4WD-Piloten. Ich schaffe nicht einmal, drei anständige Finale in die Wertung einzubringen, zweimal durchgefahren hinter den Kameraden, zweimal ausgefallen und im letzten Durchgang, meinem persönlich bestem, gibt der Transponder ab der Hälfte kein Signal mehr.

Was lehrt der Tag? Es sind viele nette Gleichgesinnte zusammengekommen, um Frikadellenbrötchen zu verspeisen, nebenbei gab es (außer für meinen Atomic VM-II Lipo und mich) echten Rennsport, extrem gut gefiel mir die Gruppe 2WD mit Marvin, bei der ich Helfer sein durfte. Marvin und sein Tamiya M-06 Mazda waren stets ganz nah an Platz drei, doch seine Mitbewerber um die Podestplätze wollten sich diese partout nicht nehmen lassen.

Für einen Paukenschlag sorgt Matthias, der erstmalig mit einem M-Chassis fährt, mit dem von Marc geliehenen Tamiya M-07, und dann gleich auf den ersten Platz, Chapeau! Dadurch rückt der vermeintliche haushohe Favorit dieser Klasse auf Platz zwei. Jörg tröstet sich damit, dass er die 4WD-Konkurrenz dominiert, samt dem von meinem TeuRen Freund geschätzten Schumacher Neon von Gabor.

Apropos Schumacher Neon: Natürlich schleiche ich auch heute wieder gelegentlich zu Gabors Schrauberplatz, klar logisch, liegt dieser doch auf dem Weg von meinem Schrauberplatz zur Kaffeeküche. Und Tatsache, da ist kein Stabilisator (stabilizer bar, sway bar, anti-roll bar). Gabor sagt, so etwas gäbe es für dieses Modell zu kaufen und er würde es bestellen oder hat es schon bestellt.

Damit rückt dieses Chassis wieder in meinen Fokus, ich muss heute Abend nur noch herausfinden, mit welcher Teilenummer man den Stabi bestellen kann? Beim cs-shop.de ist zur Zeit Black-Friday-Week oder Black-Week. In meiner Kindheit gab es Sommerschlussverkauf und Winterschlussverkauf, jetzt gibt es ähnliche Maßnahmen zu anderen Jahreszeiten unter anderem Namen, natürlich was Englisches für so Global Player wie mich.

Bei der Siegerehrung hört es sich an, als würde es eine vierte Auflage des M-Chassis-Meetings geben, sonst könnte man ja nicht versprechen, dass die out-of-the-box Besitzer ihre Boliden noch einmal unter Wettbewerbsbedingungen bewegen dürften. Da die Klasse 4WD seit dem ersten M-Chassis-Meeting fester Bestandteil mit ordentlicher Teilnehmerzahl ist, gehe ich mal davon aus, dass die dann auch wieder dabei sein wird.

Rennleiter Jörg bittet die 4WD-Fahrer, sich Gedanken zur Motorenwahl zu machen, aber sonderlich kommt von einer derartigen Diskussion nichts bei mir an, ich denke, wir haben in den fünf Finalen auf sportlichem Weg unsere Besten ermittelt, sodass es auch mit einem Einheitsmotor statt der bislang freien Wahl eines 17,5T-Brushlessmotors und Blinkyregler nicht zu einem anderen Ergebnis gekommen wäre.

Ich zumindest beschwere mich nicht, mit meinem 2019 gebraucht erworbenen LRP Vector X20 kann ich mit allen Kollegen auf der Geraden mithalten, Champ Jörg hat den auch und gewiss noch der eine oder andere. Aber wie gesagt, wenn die Wahl frei bleibt, behalte ich den Motor und muss mir keinen neuen (vorgeschriebenen) Motor kaufen.

Vielen Dank an die Ausrichter und hoffentlich passt mir der Termin für die vierte Auflage (Frühjahr 2025?) dieses beinahe als legendär zu bezeichnenden Events in dieser traumhaften Location (schon wieder Anglizismen, omg, geht's denn gar nicht mehr ohne?).

Fahrerbesprechung im Fahrerlager mit Jörg

Andres, Marc, Jörg, Gabor, Dirk, Michael, Christian.

Hot Lap

Out of the Box: Denis (2.), Thomas (1.), Florian (3.)

2WD: Jörg (2.), Matthias (1.), Sven (3.)

4WD: Andres (3.), Jörg (1.), Christian (3.)

Im 5. Finallauf ist mein Transponder nach 24 Runden ausgefallen, in dem Lauf hatte ich so viele Runden wie Michael, also 44. Somit habe ich 125 Runden, ändert nichts an der roten Laterne, sieht aber nicht ganz so elend aus wie 105 Runden.

    Chassis Karosserie Räder
1 Jörg Xpress Execute XM1S Bittydesign Hyper-M TPRO
2 Andres Xpress Arrow AM1S Team Titan Blitz TCN Mini Sweep
3 Christian Xpress Execute XM1S Bittydesign Hyper-M TPRO
4 Gabor Schumacher Neon Bittydesign Hyper-M Sweep
5 Marc Carten M210R Plus Carten MCL-F1 TPRO
6 Michael Xpress Execute XM1S Bittydesign Hyper-M Sweep
7 Dirk Atomic VM-II Lipo Team Titan Blitz TCN Mini Sweep