Mein Plan war, die sonntägliche Rennveranstaltung Tamico Offroad Cup bereits am Freitag komplett einzurichten und am Samstag möglichst viel selbst zu fahren, im Idealfall mit der Option, heimlich still und leise meinen TRF-04 doch noch auf die Fighter Nennliste zu mogeln. Doch zum Einen gibt es sehr viele Transponderänderungen, Abmeldungen und damit einhergehend Umgestaltung des Zeitplans, um bei möglichst viel Fahrzeit für jeden Einzelnen dennoch zeitig mit der Siegerehrung beginnen zu können.
Zum Anderen beschließen wir, bereits am Samstag ein kontrolliertes Training durchzuführen, vom Ablauf her identisch wie ein Vorlauf, jedoch keinerlei Wertung des Ergebnisses. Als Jux für die Teinehmer sowie als Test der Computeranlage, natürlich auch als "Feuertaufe" für das auf sämtlichen Positionen frisch besetzte Rennleiter/Zeitnehmerteam Hütte-Tolli-Marko-Dirk. Was im Endeffekt Arbeit für genau einen der vier genannten ist, der dann eben selbst nicht fährt.
Dieses Training muss im Computer angelegt werden. Teilnehmer müssen in Trainingsruppen eingeteilt werden. Ein Zeitplan für Samstag muss erstellt werden. Was macht man nicht so alles, damit die Menschheit glücklich ist? Immerhin funktioniert alles so, wie wir uns das im Vorfeld gewünscht haben. So kann ich beruhigt beizeiten schlafen gehen, um am Sonntag in aller Herrgottsfrüh aufzustehen.
Sonntag ist dann der Tag der Tage, auf den ich bereits drei Wochen lang hingefiebert habe. Wohingegen Rennleiter Hütte erst am Freitag Abend von seinem Einsatz erfahren hat. Mit ein klein wenig Unterstützung von Ritze, dem Zeitnehmer der Eifel Elos / Lost Place Racer speziell im Hinblick auf Abschaltung der automatisierten Ansagen, haben Marko und ich die Zeitnahme sensationell im Griff, während unsere Rennleiterkollegen gerne in Plaudermodus verfallen, weshalb wir am Vormittag den Zeitplan schwerlich einhalten können, geht halt von der Mittagspause ab.
Am Nachmittag weichen wir lediglich wenige Minuten vom stramm gestrickten Zeitplan ab. Das gelingt vor Allem dadurch, dass die lästige Suche nach Helfern extrem kurz ist, weil abwechselnd oder auch gleichzeitig drei freiwillige vom RCRT, Ingo, Micha und Sven gerne einspringen. Da hat das gesamte RCRT-Orga-Team ordentlich gepunktet, aber liebe Gäste, verlassen könnt Ihr Euch darauf nicht, dass das immer so sein wird. Also: Doppelstart mit Bedacht anklicken und gegebenenfalls selbst für Streckenhelfer-Ersatz sorgen.
Zur Zeitmessung: Der Rennablauf und die Auswertung ist exakt so abgebildet, wie es das "Tamico Offroad Cup" Reglement vorsieht. Es gibt keine offizielle Einspruchsfrist, doch zwischen Aushang des Ergebnisses, welches bereits bei Ankunft des letzten Wheelie-Fahrzeugs im Internet sichtbar ist, und der Siegerehrung gibt es von keiner Seite Einwände, ein Indiz dafür, dass wir alles richtig gemacht haben.
Zum Sportlichen: Drei der sechs Wettbewerbe gewinnen Fahrer vom heimischen RCRT Duisburg, als wahren Teufelskerl können wir Thomas bezeichnen, der in der Klasse BBX den Qualilauf sowie sämtliche fünf Finale gewinnt. Ebenso ein Teufelskerl ist Detmar aus Lüdenscheid, dem eben dieses Kunststück in der Klasse Wheelie gelingt. Ohne Detmars Souveränität in Frage stellen zu wollen, darf doch angemerkt werden, dass in dieser Klasse der Jux ganz weit vorne an stehen sollte. Sportlich zeigt Detmar was er drauf hat, indem er einen weiteren Wettbewerb, nämlich Retro 2WD gewinnt mit satten vier Finalsiegen, wobei eh lediglich drei in die Wertung gehen.
Den spannendsten Wettbewerb aufgrund der Anzahl der Teilnehmer (22), der gefahrenen Geschwindigkeiten und der Leistungsdichte in der Spitze entscheidet RCRT-Kamerad André für sich, die Klasse Fighter, in der ich auch gerne um die Medaillenplätze gekämpft hätte.
Die Verpflegung am gesamten Wochenende war wieder einmal herausragend und Dank vieler fleißiger Hände ging der Abbau schnell von statten. So freuen wir uns auf kommende Rennveranstaltungen im nächsten Jahr bzw. den Gastfahrtag am 26. September diesen Jahres. Und hoffentlich haben wir noch viele milde Trainingstage vor Wintereinbruch.

Oben: Fahrerbesprechung mit Rennleiterduo Tolli/Hütte
Unten: Zeitnehmerduo Marko/Dirk
Viele spektakuläre Fahrzeuge, doch Marvin hat das Spektakulärste!
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