Mit eingebautem Transponder sowie passender Karosserie sind mein Tamiya TRF419XR und ich beizeiten im Fahrerlager des Minidrom, einen Platz finde ich neben meinem TeuRen Freund, der ebenfalls für die Klasse LMH genannt hat. Außer uns beiden haben noch neun Piloten Interesse, aktiv an diesem vom MSC Essen ausgerichteten Lauf der RCK Challenge teilzunehmen, eine Zuschauerin ist vor Ort und drei MSC-Essen-Mitglieder rein zur Organisation.
Nach einem Trainingsakku und Jörgs routinierter Fahrerbesprechung fahren wir im Stundenrythmus drei fünfminütige Vorläufe, von denen einer gewertet wird. Für mich ist das Reglement komplett irrelevant, da ich heute nicht den Hauch einer Chance habe, auch nur Vorletzter zu werden, ganz gleich nach welchem Reglement, mir ist wichtiger, sauber zu fahren, meine Linie zu finden und die fünf Schnelleren vorbei zu lassen, ohne sie bei ihren Positionskämpfen zu behindern oder womöglich deren Platzierungen unabsichtlich zu beeinflussen.
Mir gelingt mein Vorhaben und zwischen den Vorlaufdurchgängen finde ich Zeit, am eigens dafür mitgebrachten M-Chassis Schumacher Neon (K217) den Sturz einzustellen unter Berücksichtigung des Nachlaufwinkels, die Sache ist tricky durch zwei Rechts-Links-Gewindestangen als obere Querlenker an jedem Rad (Schumacher U8893). Dafür habe ich als Ergänzung meines SkyRC Setupsystems eine Nachlauflehre / Caster Gauge (U8258) besorgt.
Rundum ein Grad Sturz, vorne vier Grad Nachlaufwinkel und hinten null Grad, mit den 33er Sweeprädern (vorne Klebekante) läuft es in der Mittagspause aber nicht wie gewollt. Hinten 25er wären besser, habe ich aber nicht dabei. Statt dessen gehe ich hinten auf zwei Grad Sturz, ist etwas besser, aber nicht sensationell, die Bratwurst im Brötchen ist wesentlich besser. Ich muss mich mehr mit der Materie beschäftigen, eventuell ist der Nachlauf hinten null Grad nicht korrekt, ich werde es mit zwei Grad probieren und natürlich verschiedene Reifen.
In den drei siebenminütigen Finalen am Nachmittag, von denen zwei gewertet werden, das gewohnte Bild aus meiner Perspektive, fünf Hecks vor mir. Die Spitze ist heiß umkämpft zwischen Jörg und Matthias, Hauptsache ich funke da nicht dazwischen, was auf Grund der engen Strecke unbeabsichtigt passieren könnte, und muss mir später Parteinahme vorwerfen lassen. Alles geht gut. Zwischen den Finalen kann ich Aufkleber aus einem gerade gelieferten Bogen für ein in den Sternen stehendes Offroadprojekt ausschneiden.
Nachdem Andres die gesamte Veranstaltung am Zeitnahmecomputer im Griff hatte, führt er zwei Siegerehrungen in den zwei gefahrenen Klassen durch, unnötig zu erwähnen, dass ich heute leer ausgehe. So habe ich einige Tage Zeit, mir zu überlegen, ob ich kommenden Samstag an gleicher Stelle beim MSC-Pokal antrete, dann in der Klasse GT und mit dem ARC R11'2019 samt Jägermeister-Porsche Karosserie, immer Mal was anderes fürs Auge. Das Wetter sieht gerade nicht so aus, als würden sich die RCRT-BestAger am Südring verabreden?
Sehen sich alle recht ähnlich, mein Flitzer ist der dritte von links, orange mit Kodak-Aufkleber.
Clubman Challenge: Torsten (3.), Ronald (1.), Martin (2.)
LMH Challenge: Ronald (3.), Jörg (1.), Matthias (2.)