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12.10.2026 Projekt Stadium Blitzer

In vielen Berichten dieses Frühjahrs ist von einer invasiven Art die Rede, nämlich den Teilnehmern am Tamico Offroad Cup samt deren Spielzeugautos. Natürlich lässt mich diese Geschichte nicht ganz kalt und zögerlich ergänzt ein Tamiya DT-04 Fighter Nxgen meinen Fuhrpark. Oft bewege ich den nicht, ist mir zu lahm und trotzdem ist schon was abgebrochen, was selbstverständlich längst repariert ist.

Dennoch habe ich Lust, weiter in diese Richtung zu gehen, nun nicht aus Rennfahrersicht, sondern eher mit großen Kinderaugen. Der Blitzer Beetle ist unendlich witzig, natürlich auch der Wild Willi, doch als Rennfahrer will man immer die wenigstens theoretische Chance einer minimal sportlich seriösen Rennteilnahme wahren.

Obwohl ich bis dahin noch nie einen Lauf des Tamico Offroad Cup gesehen habe, gelangt zu mir die Erkenntnis, dass die VW Käfer Karosserie des Blitzer Beetle zu schwer sei und deshalb die regelmäßigen Teilnehmer eine Lexan-Pickup-Karosserie montieren. So betrachte ich im Internet Fotos vom Stadium Blitzer, welcher aber aktuell nicht käuflich zu erwerben ist.

Na ja, ich kann mir ja erstmal eine Karosserie kaufen und später überlegen, ob die lackiert bis an mein Lebensende auf dem Speicher in einem Karton bleibt oder ob ich für die Karosserie ein Blitzer Beetle Chassis montiere, dann können die zusammen in den Karton? Die Karosserie ist übrigens eine Tamiya Rock Socker. Nur wie lackieren? Das TRF Design von Satoshi Maezumi ist ganz schön schnell, aber passt das zu einem Pickup? Und würde mir das handwerklich noch einmal so gelingen wie bei der Sand Viper Karosserie für den DT-04?

Oder bleibe ich beim Style des Jahres, einfarbig Tamiya PS-30 brilliant blau mit großfächigen KING-Aufklebern? Ich lasse mich vom Internet inspirieren und stoße dabei immer wieder auf ein Design, welches kurz nach Erwerb meines RTR Team Associated SC10 rauskam. Auch Anfang 2019, als Sohnemann und ich in geistiger Umnachtung Scale-Crawler von MST anschafften, begegnet mir diese Lackierung. Ja, und ich erinnere mich, so einen Pickup im ScalePark des RCRT Duisburg gesehen zu haben (Juli 2020).

Weitere Fotos im Internet belegen, dass es von Tamiya 1990 einen Toyota Hi-Lux Monster Racer mit der Bestellnummer 58086 sowie 1994 einen Toyota Prerunner mit der Bestellnummer 58136 gab, nachzurecherchieren bei Tamiyabase. Es gibt Modelle von Hotwheels und anderen, meine Neugier ist geweckt, was es mit dieser Lackierung auf sich hat?

Des Rätsels Lösung ist der US-amerikanische Rennfahrer Ivan Stewart, genannt Ironman oder Ivan "Ironman" Stewart. Die englischsprachige Wikipedia-Seite gibt darüber Auskunft, was er alles gewonnen hat. Schier unglaublich!

Zu Ehren dieses Rennfahrers nehme ich all mein handwerkliches Können, wozu das mühsame Abkleben der Scheiben gehört, denn bei der 23-Euro-Rock-Socker-Karosserie ist kein Maskierbogen dabei. Die Rübe wird benötigt, um einen Sponsor-Sticker-Bogen zu entwerfen und bei einer Online-Druckerei in Auftrag zu geben, ferner zeichne ich mit CAD am PC die Zusatzscheinwerfer sowie die Startnummernhalter. Für solch kleine Dinge habe ich inzwischen wieder einen 3D-Drucker.

Apropos Startnummer: Wer meine Autos kennt, weiß, dass ich oft Startnummern als Stilelement verwende, gerne nach Vorbild der US-amerikanischen NASCAR-Serie. Bislang habe ich stets davon Abstand genommen, eine 1 auf eines meiner Fahrzeuge zu kleben, angesichts meines Fahrkönnens wäre das doch allzu vermessen. Doch in Anbetracht der Leistungen von Herrn Stewart ist die 1 als Startnummer das angebrachte Statement.

Nachtrag: Seit dem Kauf der transparenten Rock-Socker-Karosserie ist einiges Wasser den Rhein hinuntergeflossen, ich habe das Fahrbild der Truck-Klasse aus Zeitnehmer-Perspektive beim Tamico-Offroad-Cup betrachtet. Am RCRT-Gastfahrtag fuhr Detmar ein Blitzer-Beetle-Chassis mit Truck-Karosserie und an einem weiteren Trainingstag hatte Marc einen Blitzer-Beetle mit VW-Käfer-Karosserie dabei. Quintessenz: Ich muss so ein Chassis nicht zwingend besitzen oder gar mit Elektronik ausstatten, um beim Fahren schlechte Laune zu kriegen.

Schlussfolgerung: Im Vergleich mit der einfarbig schwarzen Monster-Energy Lackierung, der einfarbig blauen KING Lackierung oder dem Falken-Tires Design finde ich die Toyota-Rennsport-Lackierung extrem freundlich für das Auge, unabhängig von der Erfolgsgeschichte des Herrn Stewart mit seinen Desert-Trucks. So könnte ich mir vorstellen, dieses durchweg positive Design erneut zu verwenden, wird es ein Tamiya BBX, ähnlich dem letzten Foto?

BBX natürlich nicht nur die Karosserie, sondern als komplettes Fahrzeug, dessen Performance auf dem Südring der TOC-Truck-Klasse deutlich überlegen ist.