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31.05.2026 SK-Lauf Hürtgenwald Sonntag

Von Samstag auf Sonntag schlafe ich doch daheim im eigenen Bett, stehe aber so früh auf, dass ich nach Frühstück und anderthalb Stunden Autofahrt rechtzeitig zur Fahrerbesprechung um 08:30 Uhr in Hürtgenwald bin. Während der Autobahnfahrt schüttet es amtlich aus Kübeln, ab Köln Richtung Düren wird es weniger, am Ziel angekommen regnet es gar nicht mehr. Wie feucht wird der Kunstrasen sein?

Die Fahrerbesprechung ist sehr kurz, angenehm erwähnenswert: In den 15 Jahren meiner Modellautorennfahrerkarriere erstmalig eine Damenstimme! Im Fahrerlager wie auf dem Fahrerstand jedoch das altbekannte Bild, über 90% alte weiße Männer. Weil ich weder für den Buggy noch den Truggy Schumacher Reifen in der Gummimischung silber habe, fahre ich gelb und damit mit beiden Autos meine jeweils schwächste Vorlaufplatzierung, in der Klasse ORE2WDSTD werde ich gar achter von acht Piloten. Aber egal, dafür gibt es ja drei Vorläufe.

Im zweiten Durchgang der heutigen Vorläufe, dem dritten und letzten des Wochenendes, erziele ich mit dem B6.3 wie mit dem T7 persönliche Bestleistungen im Bezug auf Runde/Zeit als auch Platzierung im Fahrerfeld, für die Finale darf ich auf den Buggy die #5 (von 9) und auf den Truggy die #7 (von 11) kleben bzw. von den entsprechenden Plätzen starten.

Mit dem Buggy komme ich in den Finalen inmitten der 9 Kontrahenten gut klar, es gibt für mich einige faire Zweikämpfe und das erste Finale beende ich gar als Vierter mit 16 Runden in 7:20. Beim Truggy sind mehr PS im Spiel, echte Emotionen sowie mehr (breitere) Fahrzeuge auf der gleichen Strecke. Abgesehen von dem Fahrfehler im Waschbrett, bei dem ich Buddy Jörg anstupse, gelingt mir alles, auch hier 16 Runden in 7:23, in welch Kollisionen die vor mir Gestarteten verwickelt waren, wo ich mich nicht habe hineinziehen lassen, kann ich nicht sagen, immerhin bin ich am Ende Dritter von elf, Wow!

Mein Höhenflug hält aber nicht lange an, Finaldurchgang eins war wohl nur eine Momentaufnahme, Finaldurchgang zwei holt mich auf den Boden der Tatsachen zurück, mit jedem Boliden lediglich 15 Runden sowie Platz 6. Was für mich gut klappt an dem Wochenende für mich als Doppelstarter: Zwischen Buggy/Helfer und dem Start Truggy sind mehrere Gruppen ORE2WD, ORE4WDSTD und ORE4WD. Zwischen meinem Start Truggy und meinem erneuten Start Buggy sind zwei siebenminütige Gruppen ORE8, bei der einen darf ich Streckenhelfer sein, die folgenden sieben Minuten kann ich mich auf den Buggystart vorbereiten, von daher alles in Butter.

Vor dem dritten Durchgang kann ich für beide Klassen behaupten, dass ich weder Erster noch Letzter sein werde, von daher einfach schauen, wie es läuft und wo genau ich im Mittelfeld landen werde. Mit dem Buggy wieder 15 Runden und Platz 6 wie im zweiten Durchgang, durch meinen Paukenschlag mit Platz 4 im ersten Finale, darf ich mich in der Endauswertung dennoch Fünfter nennen, halt genauso wie ich in die Finale gestartet bin mit Andrea vor sowie Jens hinter mir.

Vor dem letzten Start Truggy mit wie schon erwähnt viel PS, Emotionen und Fahrzeugen, verabreden Jörg und ich, uns nicht zu behindern um nur irgendwie ohne Massenkarambolagen, bzw. um besonders elegant durchzufahren. Unser Plan wäre auch beinahe aufgegangen, wenn, ja wenn?

Wenn ich nicht gleich in der ersten Runden bei der ersten rasanten Talfahrt nach der Steilkurve versucht hätte, um mir die nachfolgende Meute vom Hals zu halten, den vor mir gestarteten Jörg innen zu überholen, wobei ich ihn minimal nach außen dränge und sich unsere Räder wohl so zart berühren, dass mein blauer T7 seine Fahrt unvermindert fortsetzen kann, Jörgs oranger T7 allerdings nach einigen Überschlägen auf dem Dach liegen bleibt. Nach Helfereinsatz schafft er es , sich vom elften bzw. letzten Platz auf Rang acht vorzuarbeiten, dennoch mein Ehrgeiz für ihn extrem ärgerlich. Das ganze wird dadurch getoppt, dass Jörg sich im Vergleich zu Langenfeld gewaltig verbessert hat, in den Finalen wird er 8-9-8 von jeweils 11, lässt also stets zwei bis drei Kontrahenten hinter sich und unter Berücksichtigung des Streichergebnisses wird er dennoch Letzter. Ist alles im Computer nachzuvollziehen und korrekt, kratzt jedoch am Ego.

Weil es im dritten Finale vor mir wohl einige Zweikämpfe gab, welche die Streithähne Zeit kostete, liege ich zwischenzeitlich auf Platz 3, doch die schnellen RCRT-Duisburg-Kameraden Thorsten (Frosch) und Andreas (Hütte) kommen ran. Natürlich könnte ich mit denen um "Position" kämpfen, habe aber keine Lust, dass dieses Spektakel für mich womöglich auf dem Dach liegend endet. Immerhin kann ich mich an mein ewiges sportliches Vorbild Hütte dranklemmen, es geht sogar einige Male zwischen unseren T7 hin und her, wobei er nach 15 Runden wie schon im zweiten Finale auf der Ziellinie eine Sekunde vor mir ist so wie ich im ersten Finaldurchgang nach 16 Runden eine Sekunde vor ihm lag.

Auch hier wieder eine Tücke in der Endauswertung, die schon Buddy Jörg nicht gut aussehen lässt, denn obwohl Hütte im direkten Vergleich mit mir zweimal ganz knapp die Nase vorn hat, ich einmal vor ihm, bin ich am Tagesende einen Platz vor meinem sportlichen Vorbild. Heißt Hütte ist von Vorlaufplatz 9 auf Finalrang 5 vorgefahren, ich von 7 auf 4.

Sehr positiv: Seit dem Aufstehen heute früh hat es nicht mehr geregnet, der Renntag also ausschließlich leicht bedeckt oder zeitweise gar sonnig. An den Flitzern ist nichts kaputt gegangen, so bleibt die Veranstaltung positiv im Gedächtnis und wir können uns auf die Deutsche Truggy-Meisterschaft in Hürtgenwald Mitte August freuen. Laut nationaler Rangliste des DMC sind die RCRT-Duisburg-Mitglieder Tim #6, Thorsten (Frosch) #9, icke #11, Raoul #16, Marcel #19 sowie Andreas (Hütte) #29 unter den besten 30 von Deutschland und somit für die Deutsche Meisterschaft qualifiziert, den MSC-Essener Jörg #15 lassen wir auch mitmachen.

Mit dem 2WD-Standard-Buggy bin ich laut nationaler Rangliste auf Platz 36 von 92, wobei die ersten 50 für die Deutsche Meisterschaft Mitte September in Leipzig qualifiziert sind, wo ich Stand heute gewiss nicht hin möchte.

Der nächste SK-Lauf ist am 13. und 14. Juni in Dortmund, doch am Samstag, den 13. Juni ist MSC-Pokal-Finale im Essener Minidrom, werde ich genug Energie haben, lediglich für Sonntag, den 14. Juni nach Dortmund zu fahren?

Sehr sicher hingegen ist unsere Teilnahme am SK-Lauf in Duisburg am 11. und 12. Juli in Duisburg, siehe Plakat ganz unten. Werde ich wieder in zwei Klassen starten oder lediglich in der Klasse ORETR2 als Vorbereitung auf die DM sowie um Qualifikationspunkte zu sammeln? Als Starter in nur einer Klasse wäre ich flexibler, mich parallel zur eigenen Rennteilnahme in der Zeitnahme des RCRT Duisburg zu engagieren.